Galerie de portraits dans le hall du musée Les Mineurs Wendel. © Musée Le Mineurs Wendel

Das Musée Les Mineurs Wendel

Geschichte des Gebäudes

Le bâtiment des mineurs en 1955. © D. R.

Das Musée Les Mineurs Wendel wurde im „Bergarbeitergebäude“ mit einer Fläche von fast 1.800 m2 untergebracht. Im Verlauf seines Arbeitstages musste jeder Bergmann hier einmal vorbei kommen.

Hier befanden sich zu Zeiten des Betriebs der Grube Wendel von 1865 bis 1986 die Einrichtungen für die Mitarbeiter und den reibungslosen Ablauf der Bewirtschaftung: die Lohnhalle, die Büros, die Waschkauen und der „Saal der Gehängten“ (Umkleide), die Grubenwarte, die Lampenstube und die Gewerkschaftsräume.

Der älteste Teil des Gebäudes stammt aus dem Jahr 1866. Erst 1977 wurde es vergrößert und modernisiert. Seit Einstellung des Betriebs der Grube Wendel 1986 wurde es nicht mehr genutzt. Im Juli 2012 wurden die Ausstellungsräume des Museums dort untergebracht.

Dem Besucher erschließen sich die Geschichte und ursprüngliche Funktion der Räume durch dreisprachige Multimedia-Dokumente und Schautafeln (französisch, deutsch, englisch) in den Ausstellungsbereichen.

Ausstellungsbereiche

Outils de jardinage. © Musée Les Mineurs Wendel

In der Lohnhalle wird der Besucher um 300 Millionen Jahre zurück versetzt und erkundet die Entstehung der Kohle. Dann folgt er dem Gang zum „Saal der Gehängten“ und durchläuft die 170 Jahre der Kohleförderung in Lothringen von der Entdeckung der Kohlevorkommen in den 1830er Jahren bis zur Stilllegung des letzten Kohlebergwerks 2004.

Das Alltagsleben der Bergleute im Rahmen ihrer jeweiligen Arbeitsplätze wird im Umkleideraum der Steiger vorgestellt. Dort erfährt der Besucher anhand von Alltagsobjekten mehr über die Freizeitgestaltung, Momente der Erholung, Körperhygiene und Ernährung der Bergleute und über die allmähliche Steigerung ihres Alltagskomforts durch Haushaltsgeräte.

Das soziale Umfeld der Bergleute (Gesundheit, Bildung, Freizeit, Wohnen ...) wird in den Waschkauen betrachtet – dort findet sich auch die Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, deren Jahrestag immer am 4. Dezember von allen Bergleuten gefeiert wird.

Abschließend geht es im gewaltigen Saal der Gehängten um die Arbeit der Bergleute, die anhand von 11 grundlegenden und derzeit als repräsentativ erachteten Berufen dargestellt wird. Diese wurden aus etwa 700 für die lange Produktionskette der Kohleförderung nötigen Berufen ausgewählt.

Gespräche mit Zeitzeugen

L’un des guides du Musée. © Musée Les Mineurs Wendel

Die Gespräche mit Zeitzeugen versetzen den Besucher durch die Unterhaltung mit einem ehemaligen Bergmann und dessen authentische Erzählungen und Anekdoten in den Alltag und die Arbeit der Bergleute. Auf diese Weise kann der Besuch von La Mine Wendel noch um eine etwas persönlichere Sichtweise des Lebens der Bergleute bereichert werden.

Ein wichtiges Gesprächsthema ist vor allem der Berufsstart des Bergmanns in der Grube und seine weitere Karriere in dieser ganz speziellen und gefährlichen Welt.Auch sein Alltagsleben und das für die Bergleute und ihre Familien geschaffene soziale Umfeld (Wohnen, Bildung, Gesundheit, Freizeit ...) gehören zum Gesprächsinhalt.

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